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Google macht diese Woche schon ordentlich von sich reden. Immerhin hat es sich das Unternehmen nicht nehmen lassen, mit einem Rückzug aus China zu drohen. Wer dadurch bedroht ist, ist natürlich eine andere Frage - doch immerhin meint es Google ernst. Das us-amerikanische Unternehmen hat es satt, in China die Suchergebnisse zensieren zu müssen. Damit wird bald SChluss sein - oder man zieht sich vom Markt zurück.
Zensur und eine scheinheilige Demokratie sind jedoch die Stützstrümpfe der chinesischen Regierung. Aus diesem Grund ist fest damit zu rechnen, dass die chinesischen Machthaber auf gar keinen Fall einlenken müssen - dementsprechend wird Google seine Drohung wohl wahr machen und seine Pforten in China schließen. Mit zensierten Suchergebnissen werden die Chinesen natürlich weiterhin versorgt - diese Aufgabe übernimmt der Marktführer Baidu dann eben vollständig.
Ich selbst werde mir jetzt erst einmal einen richtig leckeren Kaffe zubereiten und dann endlich das Wochenende einleuten. Denn zweifelsfrei habe ich es mir verdient.
Kommentare (2)
am 17.01.2010
um 15:04 Uhr
Eine Nach-Info zum Internet-Markt in China von heise.
Leider sind mir die Märkte in Indien, den USA, von Russland und der EU unbekannt.
Zum Glück wird hierzulande “Green-IT” bei den Hostern stark beworben und die Server umweltschonendst gekühlt.
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384 Millionen Chinesen im Internet - US-Protest wegen Google
“…Der dramatische Anstieg der Internetnutzer in China verdeutlicht einmal mehr, wie groß der chinesische Markt für Unternehmen wie Google heute schon ist. Die Suchmaschine hatte sich in China bislang gleichwohl nicht gegen die chinesische Konkurrenz von Baidu durchsetzen können und nur 31 Prozent Marktanteil erreicht. Wie das China Internet Network Informationen Center berichtete, stieg die Zahl derjenigen, die über ihr Handy ins Internet gehen, im vergangenen Jahr um 60 Prozent auf 233 Millionen. Rund 30 Millionen Chinesen oder acht Prozent aller Internetnutzer hätten nur ihr Mobiltelefon zum Surfen. (dpa)”

am 16.01.2010
um 19:18 Uhr
China soll 50% des Weltmarktes haben.
Bei Google.com bzw. Google.de werden automat. hier eher Websites auf englisch/deutsch angezeigt; bei Social-Networks auch inzwischen immer wieder chinesische Websites, deren Schriftzeichen sowieso nicht lesbar sind (ausser gelegentlichen Bildern).
In den 90er Jahren gab es einen Browser-Krieg (IE gegen den Rest); auch heute verfolgt mancher noch die “Marktanteile” von Internet Explorer, Mozilla Firefox, Opera, Safari, Google Chrome usw.
Ich könnte mir vorstellen, dass irgendwann auch chinesisch als Sprache (fakultativ?) in den Schulen gelehrt wird.