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[1] Kommentare
Unglaublich, wie viele Informationen täglich auf uns niederprasseln - und das allein über das Internet. Kein Wunder, dass einige Leute schon vom Information Overload sprechen. Zwar kannte ich diesen Begriff noch nicht, allerdings gefällt er mit gut - besser kann man es im Prinzip nicht ausdrücken.
Allerdings stellen sich einige Leute die Frage, ob es diesen Overload überhaupt gibt. Dies ist eine berechtigte Frage: Zwar prasseln viele Infos auf uns nieder, doch sind diese überhaupt relevant oder müssen wir sie uns merken. Man denke nur an Twitter - alle finden es cool, followen hunderten von Leuten und wissen am Ende trotzdem nicht was Sache ist. Die Gefahr eine Überaufnahme an Infos besteht vermutlich nicht. Unser Hirn befindet sich in der Lage, ordentlich zu filtern und nur das durch zu lassen und zu speichern, was wirklich von Relevanz ist.
Außerdem kommt man auch ohne Internet ganz gut zurecht. Zumindest geht es mir so. Ich werden jetzt den Handwagen meiner Tochter fit machen, dann kann sie ihn über das Wochenende mit auf die Wandertour nehmen. Und das iPhone bleibt natürlich zu Hause

am 26.10.2009
um 11:27 Uhr
Leider haben wir uns eine Welt geschaffen, die hochkomplex ist. Es ist deswegen nicht nur so, dass Vieles auf uns einprasselt, das nicht relevant ist. Es ist auch viel mehr relevant, als wir aufnehmen können. Und es wird immer schwieriger zu wissen, was wozu gehört. Die Frage ist: wie kriegt man die größte Schnittmenge?
Komplexitätswisschaftler kennen mehrere Strategien, mit Komplexität umzugehen. Keine funktioniert ganz, manche aber gar nicht. So z.B. die vielgepriesene Trivialisierung, oft als “Reduktion” bezeichnet, weil das gar nicht geht. Auch der Versuch, alles rational verstehen zu wollen, geht schief. Die am wenigsten schlechte Möglichkeit: Intuition. Aber, so fomuliert es ein Wissenschafter, dies erfordert eine “lange Lerngeschichte am Rande der Überforderung” (netter 5-Minuten-Beitrag: http://www.youtube.com/watch?v=m3QqDOeSahU&feature=related).
Wir können uns also lange über Information Overload beklagen. Es nützt nur nichts. Es hält uns nur davon ab, uns damit zu beschäftigen.